Den Himmel begreifen? TANZEN – 6. Kirchentanzfestival der CAgT auf dem Hesselberg in Mittelfranken
meine ganz persönliche Rückbesinnung .
Vor 6 Wochen habe ich mich auf den Weg gemacht, bin zum Kirchentanzfestival auf dem Hesselberg aufgebrochen – schon mit einer gewissen Vorfreude, aber eigentlich war ich zuviel unterwegs gewesen vorher, ich sehnte mich eher nach Ruhe, nicht wieder nach Aufbruch…
Aber nun war ich angekommen – aus dem sonnigen warmen Norden in den kühlen, Regen durchsetzten Süden und traf gleich „alte“ Bekannte wieder, das tut gut!
Sammeltaxi vom Bahnhof zum Hesselberg, freundlicher Empfang, meinen persönlichen Workshop-Plan einsehen, Zimmer beziehen, Kaffeetrinken, Menschen wieder treffen – ach, du auch wieder hier! – Neue in Augenschein nehmen, wer gehört diesmal dazu…
Was ist geblieben:
-Ein heiteres Eröffnungs-, Begrüßungs- und Begegnungsritual – ich bin angekommen.
-Schönstes Sommerwetter ab dem 2. Festivaltag – das hebt die Stimmung.
-Ein breites, sehr unterschiedliches Angebot an Workshops und Seminaren – ich konnte einiges wählen und viel kennen lernen, am eigenen Leib erleben, mir meine Meinung bilden, mich einbringen, mich austauschen.
-Ein wunderbarer Tanzabend, Live, mit der Gruppe Ursoaica – ich fühlte mich wie auf einem großen ausgelassenen Tanzfest auf dem Dorfplatz, eingebunden in Musik, Tanz, Gemeinschaft, wechselnde flüchtige und intensivere Begegnungen.
-Das Tanzen nach dem Tanzen – ein für mich wichtiger inoffizieller Bestandteil des Festivals und anderer CAgT-Veranstaltungen: in mich versunken, ausgelassen mit anderen, zu zweit, zu dritt, … mit und ohne „Publikum“, in wechselnden Konstellationen improvisieren, auf einander eingehen, spielen, tanzen …, was gerade kommen will.
-Sehr unterschiedliche, der Situation angepasste, stimmige Abend- und Morgenlobe und eine Premiere mit erweiterter Wiederholung (weil es so schön war): Morgenlob im Wasser, im hauseigenen Schwimmbecken - auch eine sehr sinnliche Erfahrung, ich gehe nicht unter, werde getragen, erinnere mich an meine Taufe, ich gehöre dazu.
-Und schließlich Gottesdienst und Abschluss des Festivals – ich bin sehr freudig bewegt, betroffen - getroffen mitten ins Herz von einer der Fürbitten -, Abschied, Rückzug, wieder Aufbruch, nach Hause.
Großer Dank an alle Einzelnen vom Festivalteam, an die DozentInnen, an alle, die sich eingebracht haben – ich bin froh, dass ich aufgebrochen bin, ich habe auch Phasen der Ruhe erlebt und vor allem mein „leibliches“ Verbundensein mit vielen Teilnehmenden – den Himmel begreifen!
Barbara Maier


